Beitrag von Mag. Caroline Biegel:

Mit Musik statt einer Schulglocke beginnt an der katalanischen Schule La Miquela der Unterricht – einer von vielen kleinen Unterschieden in einem sonst überraschend ähnlichen System, die Caroline Biegel während ihres Erasmus+ „Job Shadowing“-Aufenthalts beobachten konnte.

Im Rahmen des von der EU mitfinanzierten Projekts verbrachte sie eine Woche in Bescanó bei Girona, um Unterricht zu beobachten und Einblicke in das spanische Schulwesen zu gewinnen.

Neben vielen interessanten Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schülern stieß sie auf zahlreiche Gemeinsamkeiten, die über Ländergrenzen hinweg bestehen. Sei es das gelegentlich ausfallende WLAN, der Tisch im Lehrerzimmer, auf dem Essbares binnen kürzester Zeit verschwindet, oder der gut gefüllte und oft hektische Arbeitstag der Lehrkräfte – einige vertraute Elemente aus Krems waren in Bescanó sofort wiederzuerkennen.

Während die spanischen Kolleginnen und Kollegen vom altehrwürdigen Schulgebäude in Krems beeindruckt waren, weisen österreichische Lehrkräfte auf die technischen Herausforderungen des dortigen Altbaus hin. In Bescanó wiederum wird der Unterricht in jedem Klassenraum mit modernen Smartboards unterstützt. Gleichzeitig muss sich die Schulgemeinschaft seit Jahren mit Containern behelfen, da die Schule seit ihrer Errichtung über kein eigenes Gebäude verfügt.

So zeigte sich trotz aller kleinen Unterschiede, dass uns mehr verbindet, als uns trennt. Ob in Spanien oder in Österreich: Engagierte Lehrkräfte, neugierige Schülerinnen und Schüler sowie ein Schulalltag voller kleiner Herausforderungen und gemeinsamer Erfahrungen prägen das Bild in beiden Ländern gleichermaßen.